Worauf ist beim Beantragen eines Onlinekredits zu achten?
Immer mehr Banken werben mit angeblich besonders niedrigen Zinsen für Kredite. Meist stammen diese Angebote von Onlinebanken. Beim genauen Vergleich wird man feststellen, dass diese günstigen Zinsen im individuellen Fall selten zu erreichen sind. Der beworbene Zinssatz stellt immer den Idealfall dar, der jedoch selten eintritt. Zum Beispiel gibt es die besonders günstigen Zinssätze nur für sehr kurze Laufzeiten. Je länger die Kreditlaufzeit ist bzw. sein soll, desto höher werden die Zinsen. Des Weiteren erhält man nur einen Kredit zu den beworbenen “Super-Konditionen” nur, wenn auch die Bonität passt.
Sorgfältiges Vergleichen lohnt, denn vielleicht passen die Rahmenbedingungen im Einzelfall ja doch für den individuellen Kredit. Bei der Berechnung und eventueller Beantragung eines Kredits sollte man das Kleingedruckte genau lesen. Nicht selten werden hohe Kreditgebühren und Bearbeitungsgebühren in die monatlichen Raten eingerechnet. Leider können diese Kosten bei Onlinebanken nicht separat bezahlt werden. So müssen die Kreditgebühren voll verzinst werden. Das ist besonders ärgerlich und treibt den Kreditwert unnötig nach oben. Die Hausbank hat meist höhere Zinsen, aber seltener versteckten Gebühren.
Ein weiterer Nachteil eines Onlinekredits ist die Tatsache, dass eine direkte Beratung fehlt. Ein persönlicher Berater kann mit dem Kreditnehmer eine genaue Rückzahlungsstrategie vereinbaren, die einem die Rückzahlung erleichtert. Des Weiteren ist die Eingabe von persönlichen Daten im Internet eine heikle Sache, wie die jüngst aufgedeckten Fälle gezeigt haben. Deshalb sollte man seine intimen Daten nur verschlüsselt übertragen.
Man sollte sich von den Angeboten nicht blenden lassen und die Dinge hinterfragen, wer das tut wird dennoch einen günstigen und passenden Kredit finden.
(Publiziert am: 7. Okt 2008 in der Rubrik: Allgemeines)