Schlussratenkredit

Es sind nicht nur die Preise für Neu- und gute Gebrauchwagen, die es den Menschen schwer machen, sich ein neues Fahrzeug zu leisten. Ebenso ist auch das monatlich zur Verfügung stehende Einkommen der Menschen oftmals so gering, dass sie wenig Möglichkeiten haben, etwas Geld zur Seite zu legen, um sich bei Bedarf ein neues Auto zu kaufen. Vielmehr sind sie auf eine Finanzierung des Fahrzeugs angewiesen, die sie durch die Hausbank des Autohändlers – Bonität vorausgesetzt – auch angeboten bekommen. Welche Art von Finanzierung möglich ist, hängt in erster Linie von den persönlichen Wünschen des Käufers ab.

Die meisten Kunden wollen – und das ist beim Autokauf nicht anders als bei anderen Konsumgütern – viel bekommen aber dafür möglichst wenig zahlen. Von daher scheidet die klassische Finanzierung, wo der Käufer regelmäßig seine Raten zahlt und am Ende der Laufzeit das Fahrzeug sein Eigen nennen kann, aus, da die Raten relativ hoch sind. Viel häufiger angenommen wird von den Kunden die sogenannte 3-Wege-Finanzierung mit Schlussratenkredit, wo der Kunde eine niedrige Monatsrate zahlt und nach Ablauf der zweiten Finanzierungsstufe die Option auf den Schlussratenkredit zieht. Damit finanziert er im Grunde genommen die eigentlich zu zahlende höhere Schlussrate in einem Anschlusskredit weiter. Wie lange er diesen Kredit bedient, hängst in erster Linie von den persönlichen Wünschen des Käufers ab. Allerdings sollte bei einem Schlussratenkredit bedacht werden, dass das Fahrzeug bereits durch die Vorfinanzierung ein gewisses Alter aufweist und so auch anfälliger für Reparaturen wird. Von daher ist eine Schlussratenfinanzierung nur bei Neu- bzw. neuwertigen Gebrauchtfahrzeugen wirklich empfehlenswert.

(Publiziert am: 14. Sep 2009 in der Rubrik: Kreditformen)

Tags: , , ,