Rahmenkredit erklärt
Rahmenkredite gelten schon lange als die besseren Dispositionskredite. Die Zinsen liegen in der Regel im Bereich von Konsumentenkrediten und die Flexibilität ist vergleichbar mit der des Dispokredites. Allerdings bieten bislang nur die wenigsten Institute aktiv Rahmenkredite an. Denn für die Banken bringen Konsumentenkredite und Dispositionskredite mehr Ertrag.
Für Kunden scheint der Rahmenkredit allerdings eine Art “Allheilmittel” gegen sämtliche Nachteile anderer Kreditarten zu sein. Zinsen müssen nur für den Betrag gezahlt werden, der auch wirklich beansprucht wird. Der Rahmenkredit kann nämlich im Rahmen der Kreditlinie verfügt werden und muss – anders als manchmal bei Konsumentenkrediten – nicht aufgerundet werden.
Allerdings haben Rahmenkredite nicht nur Vorteile. Wie bereits erwähnt, gibt es nur wenige Anbieter, sodass die Konkurrenz relativ begrenzt ist. Außergewöhnlich gute Konditionen sind vor diesem Hintergrund eher die Ausnahme als die Regel. Außerdem ist in der Regel bereits bei der bloßen Bereitstellung des Rahmenkredites ein Entgelt zu bezahlen. Damit wird der Kredit bereits kostenpflichtig, bevor überhaupt ein Betrag ausgezahlt wurde.
Letztlich bleibt also abzuwarten, wie sich die Nachfrage nach Rahmenkrediten entwickelt. Bei einem starken Wachstum in diesem Bereich würden sich immer mehr Banken an dem Markt beteiligen. Durch die gestiegen Konkurrenz würden die Bereitstellungskosten weiter sinken, sodass Rahmenkredite noch attraktiver werden. Attraktiv sind sie aber schon jetzt: Denn welcher Bankkunde lässt sich einen Rahmenkredit einrichten, wenn er ihn nicht früher oder später beanspruchen möchte. Deshalb sollte auch die Beantragung eines Rahmenkredites stets gut überlegt sein.
(Publiziert am: 11. Jan 2009 in der Rubrik: Kreditformen)