Finanzierung über die Kreditkarten-Ratenzahlung oder über den Dispo – was ist besser?

Welche Art der Finanzierung gewählt werden sollte, hängt von der Höhe der jeweiligen Zinssätze ab. Normalerweise sind die Zinsen für eine Kreditkarten-Ratenzahlung höher als die Dispozinsen auf dem Girokonto. Allerdings ist das nicht immer der Fall, so dass man immer die konkreten Zinssätze miteinander vergleichen muss. Allerdings sprechen auch unabhängig von der Höhe der Zinssätze einige Argumente eher für den Einsatz der Kreditkarte und einige eher für die Nutzung des Dispokredites zur Finanzierung.

Für die Nutzung der Kreditkarten-Ratenzahlung spricht, dass man sich durch diese Art der Finanzierung keinen Dispospielraum nimmt. Ist der Dispo ausgeschöpft, kann man bis zum nächsten Zahlungseingang kein Bargeld mehr abheben und keine Überweisungen mehr tätigen. Ein weiteres Argument für die Kreditkartenzahlung kann dann gegeben sein, wenn die Karte mit einem attraktiven Bonusprogramm verbunden ist und so der Kaufpreis um ein paar Prozent gesenkt werden kann.

Die Kreditkartenzahlung hat dagegen den Nachteil, dass jeden Monat entweder ein fester Betrag oder ein prozentualer Anteil vom aktuellen Kartensaldo zurückgezahlt werden muss. Beim Girokonto hingegen hat es der Kunde selbst in seiner Hand, wie viel er jeden Monat zurückzahlt bzw. wann er den Saldo komplett ausgleicht.

Aufgrund des niedrigeren Zinssatzes dürfte für die meisten Verbraucher die Finanzierung über den Dispokredit die bessere Alternative sein. Er sollte aber nur dann genutzt werden, wenn er noch genug Spielraum bietet. Eine Kreditkarten-Ratenzahlung ist nur dann eine Alternative, wenn sie finanzielle Vorteile gegenüber dem Dispokredit mit sich bringt. Ein ausgereizter Dispo sollte aber kein Grund für die Zahlung mit der Kreditkarte sein, denn dann begibt man sich auf den besten Weg in die Schuldenfalle. Denn auch wenn wieder die neueste Kollektion von K1X rausgekommen ist und man trotz monetärer Flaute unbedingt haben will – empfehlenswert ist so oder so nicht, einen nicht absolut notwendigen Konsum auf dem letzten Loch zu finanzieren. Ohnehin ist bei beiden Zahlungsarten zu prüfen, ob die Anschaffung wirklich so dringend nötig ist, dass dafür der Dispo oder die Kreditkarten-Ratenzahlung genutzt werden muss. Man macht dabei nicht nur Schulden, sondern zahlt durch die Zinsen auch deutlich mehr als den eigentlichen Kaufpreis.

(Publiziert am: 10. Sep 2009 in der Rubrik: Allgemeines, Kreditkarten)

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