Euribor
Euribor wird täglich von der Rating-Agentur Reuters berechnet. Euribor, oder die Euro Interbank Offered Rate, ist ein Referenzzinssatz, der den durchschnittlichen Zinssatz zeigt, zu denen Banken unbesicherte Kredite aufzunehmen (von anderen Banken). Grundlage ist der Interbanken-Markt innerhalb der Europäischen Union.
Die Banken nutzen die Euribor-Zinssätze, um ihre Zinsen auf Sparkonten, Hypotheken und Darlehen zu bestimmen. Der Euribor wird von Reuters täglich um 11:00 zentraler europäischer Zeit (MEZ) als Referenzzinssatz veröffentlicht. Der Durschnitt der angegebenen Zinssätze wird ermittelt und dann auf drei Dezimalstellen gerundet. Der Euribor besteht seit 1999, dem Jahr der Euro-Einführung.
Der Euribor wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt, also durch Wirtschaftswachstum und die Höhe der Inflation. Nur große Banken mit einer sehr guten Kreditwürdigkeit werden zur Berechnung des Euribor herangezogen. Auch große, internationale Banken, die am Handel in der Eurozone beteiligt sind, können hinzugezogen werden. Der Euromarkt und seine Wirtschaftlichkeit soll mit dem Euribor dargestellt werden und dieser soll als Maßstab dienen. Dabei beteiligt sind als Aufsicht die European Banking Federation (EBF) und die Financial Markets Association (ACI).
(Publiziert am: 28. Sep 2009 in der Rubrik: Lexikon der Finanzbegriffe)